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Wesentliche Leistungsfaktoren.

Die Umsatzkosten sanken infolge des geringeren Umsatzes um 12,7 Prozent auf 247,6 Mio Euro (i.Vj. 283,7 Mio Euro). Aufgrund der veränderten Umsatzzusammensetzung, der verzögerten Wirkung von Kostensenkungsmaßnahmen und der laufenden Fixkosten bei geringerer Auslastung reduzierten sich die Umsatzkosten leicht unterproportional im Vergleich zum Umsatzrückgang. Kostensenkungsmaßnahmen im Rahmen des Jenoptik-Exzellenz-Programmes beginnen im 2. Halbjahr 2009 zu greifen.

Die Bruttomarge sank auf 26,5 Prozent (i.Vj. 28,6 Prozent). Die Vertriebskosten reduzierten sich um 8,5, die allgemeinen Verwaltungskosten um 3,7 Prozent.

Die Aufwendungen für Forschung- und Entwicklung lagen mit 23,6 Mio Euro leicht über dem Vorjahresniveau (i.Vj. 22,5 Mio Euro). Nicht in den F+E-Aufwendungen enthalten sind den Kunden direkt zuordenbare Entwicklungen in Höhe von 42,2 Mio Euro (i.Vj 45,0 Mio Euro), die als Umsatzkosten ausgewiesen werden. Die Kosten der Entwicklung der Faserlaser, wichtigstes Entwicklungsprojekt der Sparte Laser & Materialbearbeitung, fließen über das Gemeinschaftsunternehmen JT Optical Engine GmbH & Co. KG anteilig ins Beteiligungsergebnis ein. Ebenfalls nicht enthalten sind die Aufwendungen infolge der Abschreibungen auf Entwicklungskosten im Zusammenhang mit der Aufgabe des Mittelformatkamerageschäftes, die als Teil der Aufwendungen aus Sondereinflüssen separat ausgewiesen wurden.

Die F+E-Quote des Konzerns, das Verhältnis der F+E-Aufwendungen zum Umsatz, stieg infolge des geringeren Umsatzes auf knapp 7 Prozent (i.Vj. 5,7 Prozent).

Mitarbeiter & Management. Die Beschäftigtenzahl des Jenoptik-Konzerns sank per 30. September 2009 um 90 Mitarbeiter auf 3.310 (31.12.2008: 3.400 Mitarbeiter). Die Auswirkungen aus der Aufgabe des Geschäftes mit Mittelformatkameras sind weitgehend enthalten; die aus der eingeleiteten Schließung des Optik-Standortes Gießen hingegen noch nicht. In den ersten neun Geschäftsmonaten wurde die Zahl der Mitarbeiter im Segment Laser & Optische Systeme sowie in der Sparte Industrielle Messtechnik des Segmentes Messtechnik reduziert.

Verschiebungen zwischen den Segmenten und den Sonstigen gegenüber Ende 2008 ergaben sich infolge der Umgliederung von Mitarbeitern in das Jenoptik Shared Service Center (SSC), das am 1. Januar 2009 seine operative Tätigkeit mit insgesamt 66 Mitarbeitern aufnahm. Diese Mitarbeiter sind in den Angaben zur Beschäftigtenzahl nicht mehr den Segmenten, sondern den Sonstigen zugeordnet.

Anpassungen an die geringere Auslastung einzelner Bereiche der Jenoptik, vor allem in den Sparten Optische Systeme und Industrielle Messtechnik, erfolgte über den Abbau von Leiharbeit sowie die Einführung von Kurzarbeit. Per 30. September 2009 waren im Jenoptik-Konzern in Deutschland insgesamt 682 Mitarbeiter in Kurzarbeit (30.06.2009: 687 Mitarbeiter). Weiterbildungsmaßnahmen im Rahmen der Kurzarbeit griffen für 87 Mitarbeiter der Sparte Optische Systeme am Standort Jena.

Seit April 2009 übernimmt das Jenaer Bildungszentrum die Ausbildung des Nachwuchses in optischen, feinmechanischen, elektronischen und kaufmännischen Berufen in der Region in und um Jena. Hier und an den anderen Standorten des Konzerns begannen im August dieses Jahres insgesamt 28 Auszubildende und vier Studenten der Berufsakademie ihre Ausbildung.