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Geschäftsbericht 2007

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Entwicklung wesentlicher Leistungsfaktoren.

Forschung und Entwicklung

Für Jenoptik als Technologiekonzern ist Forschung und Entwicklung grundsätzlicher Bestandteil der Unternehmensaktivitäten. Im 2. Halbjahr des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden im Gesamtkonzern alle wesentlichen Entwicklungsvorhaben entsprechend ihrer Umsatz- und Ergebnispotenziale, ihrem Kundennutzen und künftigen Marktchancen sowie technologischen Risiken analysiert. Daraus notwendige Wertberichtigungen und einmalige Abschreibungen sowie Erstkonsolidierungen führten zu einem überproportionalen Anstieg der F+E-Aufwendungen des Konzerns  auf 39,0 Mio Euro (i.Vj. 33,8 Mio Euro). (siehe Ergebnisentwicklung, und Anhang, Punkt 3)

Mit 53,8 Prozent entfiel der Großteil der F+E-Aufwendungen auf die entwicklungsintensive Laser- & Optik-Sparte (i.Vj. 52,0 Prozent), aus der jedoch auch der größte Anpassungsbedarf im Rahmen der Wertberichtigung resultierte. Die F+E-Quote des Konzerns, das Verhältnis der Entwicklungsaufwendungen (ohne Kundenentwicklungen und bereinigte Aktivierungen) zum Umsatz, lag bei 7,5 Prozent (i.Vj. 7,0 Prozent).

    

Die F+E-Aufwendungen setzen sich hauptsächlich aus den Personalkosten, aus Fremd- und Materialleistungen sowie aus Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsthemen zusammen. Sachinvestitionen sind vergleichsweise gering, da sich diese im Wesentlichen auf Labore und die Ausstattung der Arbeitsplätze beschränken. Nicht enthalten waren die assoziierten Unternehmen XTREME technologies GmbH und JT Optical Engine, die at-Equity ins Beteiligungsergebnis einflossen. Ebenso sind Kundenentwicklungen und die Aktivierungen marktnaher Entwicklungen nicht enthalten.

Entwicklungen im Auftrag der Kunden werden in den Umsatzkosten ausgewiesen. Diese Entwicklungsleistungen betrugen 2007 rund 16,1 Mio Euro (i.Vj. 16,0 Mio Euro). Davon etwa die Hälfte stammt aus der Mechatronik-Sparte, die langfristige Entwicklungsprojekte, vor allem in der Wehrtechnik, verfolgt.

Die aktivierten marktnahen Entwicklungsleistungen, die ebenfalls nicht in den F+E-Aufwendungen enthalten sind, beliefen sich 2007 auf 5,2 Mio Euro (i.Vj. 7,6 Mio Euro). Der Rückgang resultierte aus aktualisierten Einschätzungen aufgrund der neuen Spartenstruktur. Infolge der umfassenden Analyse aller wesentlichen F+E-Projekte des Konzerns und dem daraus hervorgegangenen Wertberichtigungsbedarf stiegen die Abschreibungen auf die Aktivierung marktnaher Entwicklungen einmalig auf 7,1 Mio Euro (i.Vj. 2,9 Mio Euro). In dieser Position sind jedoch auch Effekte aus der Markteinführung von Entwicklungsprojekten abgebildet, die zukünftig nach heutiger Einschätzung zum Umsatz beitragen.

Inklusive der Kundenforschung und der um die Abschreibung auf Entwicklungsleistungen bereinigten Aktivierungen in Höhe von zusammen 53,2 Mio Euro lag die F+E Quote bei 10,2 Prozent (i.Vj. 11,2 Prozent).

Forschungsleistungen und Know-how bezieht Jenoptik sowohl aus  eigener Kraft als auch aus der Zusammenarbeit mit Partnern, wissenschaftlichen Einrichtungen sowie über den Zukauf von Forschungsleistungen. Der Kauf von Forschungsleistungen betrug 2007 4,8 Mio Euro (i.Vj. 11,1 Mio Euro). Neben dem Kauf und den Kosten für die Nutzung von Patenten und Lizenzen sind darin auch extern bezogene sowie fremd vergebene F+E-Leistungen enthalten. Kontakte zu wissenschaftlichen Einrichtungen bestehen besonders zur Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Fachhochschule Jena, der Technischen Universität Ilmenau, dem Institut für Photonische Technologien und dem Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik in Jena sowie zur Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen und dem Fraunhofer Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen die Themen Lasertechnik, Optik und Bildbearbeitung, wobei hier aus Wettbewerbsgründen auf die Nennung konkreter Projekte verzichtet wird.

Der Anteil öffentlicher Fördermittel (Länder, Bund, EU) für Forschungsprojekte ist mit 3,1 Mio Euro vergleichsweise gering und blieb exakt auf dem Vorjahresniveau. Ein wesentlicher Teil dieser Mittel entfällt auf Verbundprojekte, bei denen Jenoptik Teilaufträge - entsprechend der Förderrichtlinien - an staatliche oder halbstaatliche Forschungseinrichtungen weiter vergibt.

Mit dem Wissenschaftlichen Beirat steht Jenoptik ein Gremium hochkarätiger Wissenschaftler aus für uns wichtigen Themengebieten für die Einschätzung langfristiger technologischer Trends zur Seite. Mit der Mitgliedschaft in zahlreichen technologieorientierten Verbänden unterstützt die Jenoptik die Wahrnehmung und das Image optischer Technologien und weiterer für den Konzern relevanter Themen. Die Jenoptik ist in Gremien, in denen technologische und politische Trends identifiziert werden, umfassend präsent.

Jenoptik-Mitgliedschaft in Gremien und Verbänden (Auswahl)

  • BDI Unterausschuss Verteidigungswirtschaft
  • Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI)
  • Deutscher Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e.V. "Spectaris"
  • Europäische Technologieplattform Photonics 21
  • Fachverband für Mikrotechnik IVAM
  • International Society for Optical Engineering SPIE
  • Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
  • Optonet e.V.
  • Photoindustrie-Verband e.V.
  • Semiconductor Equipment Materials International
  • Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
  • Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)
  • Verein Deutscher Ingenieure VDI
  • Zentralverband Elektrotechnik, Elektronik (ZVEI)
     

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