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Geschäftsbericht 2007

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Entwicklung Gesamtwirtschaft und Branchen.

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die Weltwirtschaft hat im Jahr 2007 ihren Wachstumskurs insgesamt weiter fortgesetzt, wobei sich die Wirtschaftstätigkeit gegenwärtig verlangsamt. Das durchschnittliche Wachstum des BIP in den verschiedenen OECD-Regionen liegt mit 2,7 Prozent laut OECD-Wirtschaftsausblick vom Dezember 2007 unterhalb des Wachstums von 2006 mit 3,1 Prozent. Neben der Abkühlung der US-Wohnimmobilienmärkte, die sich dämpfend auf das Wachstum auswirken, tragen hierzu auch die Turbulenzen an den Finanzmärkten in Folge der Subprime-Krise in den USA bei. Die weiterhin hohen Energie- und Rohstoffpreise beschleunigen dabei insgesamt die Inflationsraten. Der Aufschwung im Euro-Raum war dabei am stabilsten. Zusätzlich trugen auch die Nicht-OECD-Volkswirtschaften, vor allem im asiatischen Raum, mit ihrer dynamischen Expansion zum Wachstum bei.

Für die US-Wirtschaft rechnet die OECD insgesamt für 2007 mit einem Wachstum von 2,2 Prozent nach 2,9 Prozent im Vorjahr. Bezeichnend ist dabei der starke Einbruch des Wachstums im vierten Quartal, das - nach einem Wachstum von 4,9 Prozent im dritten Quartal - nur noch 0,6 Prozent aufweist. Schätzungen lagen bei 1,2 Prozent. Ursache sind neben anziehenden Energiepreisen besonders ein starker Rückgang im Wohnungsbau sowie geringere Investitionen in Lagerbestände. Dementgegen unterstützen privater Konsum und Anlageinvestitionen das Wachstum.

Zum Wachstumstreiber entwickelt sich hingegen die Euro-Zone, die 2007 mit voraussichtlich 2,6 Prozent (2006: 2,9 Prozent) die höchste Wachstumsrate der drei großen OECD-Regionen aufweist. Angetrieben wird das Wachstum trotz des schwachen US-Dollars durch starke Exporte, vor allem in Regionen der dynamischen Nicht-OECD Volkswirtschaften. Konjunktur dämpfend wirkten im Jahresverlauf zunehmend der verhaltene private Konsum sowie die abnehmende private Bautätigkeit. Zwar sieht die OECD den Höhepunkt des Konjunkturzyklus überschritten; sie rechnet aber weiterhin mit einem - wenn auch langsameren - Expansionskurs.

Veränderung des Bruttoinlandproduktes (in Prozent) 

2005

2006

2007*

2008*

2009*

OECD-Länder

2,6

3,1

2,7

2,3

2,4

USA 

3,1

2,9

2,2

2,0

2,2

Europäische Union 

1,6

2,9

2,6

1,9

2,0

 Quelle: OECD-Wirtschaftsausblick Nr. 82/2007                                                                                                                          * Prognosen


Deutschland
hat die Entwicklung der Euro-Zone auch 2007 positiv beeinflusst und liegt mit 2,6 Prozent nach zuvor 3,1 Prozent im Durchschnitt. Der Jahresverlauf war allerdings volatil: Im ersten Quartal konnte eine aufgrund der milden Witterung hohe Bauaktivität die steuerlich bedingten Einbußen beim privaten Konsum kompensieren, im zweiten Quartal erholte sich der private Konsum, bevor im zweiten Halbjahr primär Export und Ausrüstungsinvestitionen die Wachstumsmotoren waren. Deutschland konnte den Titel als Exportweltmeister zum fünften Mal in Folge behaupten und verbuchte laut Statistischem Bundesamt insgesamt um 8,5 Prozent höhere Exporte als noch 2006. Die Ausrüstungsinvestitionen stiegen um 8,4 Prozent. In Verbindung mit einer hohen Auslastung investierten die Unternehmen in Kapazitätserweiterungen.

Den längsten Wirtschaftsaufschwung der Nachkriegszeit setzt Japan auch 2007 fort. So erwartet die OECD ein Wachstum von 1,9 Prozent nach 2,2 Prozent im Vorjahr. Gestützt wird es neben dem starken Export auch vom privaten Konsum.

Einen wesentlichen Beitrag zur expansiven Entwicklung der Weltwirtschaft leisten die asiatischen Nicht-OECD-Volkswirtschaften. So wächst China mit über 11,5 Prozent auf nunmehr 2,2 Billionen Euro BIP. Beim Export überholte China erstmals die USA und folgt Deutschland auf Platz zwei. Indien als zweite wichtige aufstrebende asiatische Wirtschaftsmacht wächst ebenfalls dynamisch mit rund 9 Prozent. Maßnahmen zur restriktiveren Geldpolitik und eine stabilere Haushaltssituation stellen jedoch eine moderatere Entwicklung in Aussicht. Weiterhin legten mit Russland und Brasilien auch die verbleibenden Mitglieder der so genannten BRIC-Staaten ein solides Wachstum an den Tag. Besonders in Russland wird die wirtschaftliche Dynamik durch den privaten Konsum und die aufgrund der hohen Energiepreise guten Haushaltssituation gestützt.

Entwicklung der Jenoptik-Branchen

Der Weltmarkt für optische Technologien hat 2007 nach den Hochrechnungen des Deutschen Industrieverbandes für optische, medizinische und mechatronische Technologien, SPECTARIS, seinen dynamischen Wachstumskurs auf ein Gesamtvolumen von 250 Mrd Euro weiter fortgesetzt. Die deutschen Unternehmen der Branche haben nach Einschätzungen von SPECTARIS rund 20 Mrd Euro umgesetzt. Vor allem im laut SPECTARIS mit rund 9 Mrd Euro größten Segment, der Industrie für Laser und optische Komponenten, wurden mit 12 Prozent erneut zweistellige Wachstumsraten erzielt. Die hohe Innovationsaktivität - die F&E-Quote lag bei rund 10 Prozent - sichert die Wettbewerbsfähigkeit der Branchen, die durch einen Exportanteil von 63 Prozent (entsprechend 5,7 Mrd Euro) eindrucksvoll dokumentiert wird.



Der Weltmarkt für Lasertechnik ist laut Laser Focus World (LFW) 2007 wieder dynamischer gewachsen als in den Vorjahren. Mit einem Volumen von 6,9 Mrd US-Dollar nach 5,6 Mrd US-Dollar im Vorjahr konnte er in 2007 deutlich  zulegen. Die stabilen asiatischen und europäischen Märkte konnten dabei die Abkühlung in Nordamerika weitgehend auffangen, vor allem bei den Industrieausrüstungen. Dominanter und dynamischster Anwendungsbereich bleibt dabei die Laser-Materialbearbeitung. Dort stiegen die Umsätze in 2007 im Jahresvergleich um über 30 Prozent auf knapp 2,2 Mrd US-Dollar. Das Marktsegment der Hochleistungsdiodenlaser, in dem auch der Jenoptik-Konzern aktiv ist, wuchs hingegen nur mit 1,4 Prozent bei einem Gesamtvolumen von 290 Mio US-Dollar. Lediglich Hochleistungs-Laserdioden als Pumpquellen für Faserlaser konnten im Fahrwasser des 40-prozentigen Wachstums des Umsatzvolumens für Faserlaser weltweit und damit der zunehmenden Verbreitung dieses Lasertyps ein mit 4,7 Prozent höheres Wachstum aufweisen.



Im Segment der industriellen Messtechnik und Sensorik konnten die deutschen Unternehmen auch in 2007 wieder nachhaltige Umsatzzuwächse auf über 12 Mrd Euro verbuchen. Die Exportquote betrug 58 Prozent und übertraf somit die Importe von 2 Mrd Euro deutlich.

Eines der Hauptanwendungsgebiete liegt in der Automobilproduktion, sodass die Branchenentwicklung zumindest teilweise auch von deren allgemeinen Trends abhängig ist.

Der globale Halbleitermarkt blickt auf das sechste Wachstumsjahr in Folge. Die Schätzungen reichen dabei von 255 Mrd US-Dollar (+ 3,2 Prozent) der Semiconductor Industry Association (SIA) bis hin zu rund 270 Mrd US-Dollar lt. Gartner (+2,9 Prozent) und iSuppli (+4,1 Prozent). Die gefürchtete Branchenzyklizität mit Überkapazitäten und harten Einbrüchen schien sich jedoch zum Jahresende 2007 wieder zurückzumelden, wie der Rückgang im vierten Quartal und besonders im Dezember 2007 zeigte.Wachstumstreiber in 2007 waren wiederum die Konsumerelektronik und dabei besonders laut SIA die steigenden Notebook- und Mobiltelefonabsätze.



Die Equipment-Hersteller konnten gemäß der im Branchenverband SEMI zusammengeschlossenen Produzenten 2007 insgesamt noch ein Umsatzplus von knapp 3 Prozent auf 41,7 Mrd US-Dollar verzeichnen - eine deutliche Abkühlung nach 23 Prozent Wachstum im Vorjahr.

Getrieben von hohen Ausrüstungsinvestitionen weist die Automatisierungstechnik ein zweistelliges Umsatzwachstum für das Jahr 2007 aus. So prognostiziert der Branchenverband ZVEI allein für den deutschen Markt mit einem Umsatz von 31,8 Mrd Euro ein Plus von 12,9 Prozent.

Die deutschen Automobil-Hersteller konnten sich 2007 auf Basis der Berechnungen des Branchenverbandes der deutschen Automobilhersteller (VDA) mit 4,3 Mio Pkw (+10 Prozent) über den fünften Exportrekord in Folge freuen. Das regionale Bild ist jedoch diffus: Während die USA als weltgrößter Automarkt einen Rückgang um 2,5 Prozent verzeichnen musste, wies Europa ein leichtes Wachstum von 1,1 Prozent - getrieben durch die osteuropäischen Märkte - auf knapp 16 Mio Pkw auf - von dem dynamischen Wachstum der Märkte in den asiatischen Schwellenländern und Russland ganz zu schweigen. Schwach entwickelte sich hingegen die deutsche Inlandsnachfrage, was auch auf die Vorzieheffekte aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 zurückgeführt wird.

Vor allem Automobilzulieferer geraten jedoch gleichzeitig immer stärker unter Druck, da umfassende Produktionsverlagerungen in Niedriglohnländer den Preisdruck deutlich erhöhen.

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