Der Weltmarkt für Verkehrsüberwachung ist auch 2007 nur leicht gewachsen. Die aktuelle Marktdynamik kennzeichnen weiterhin der Technologiewandel von analogen zu digitalen Systemen und der verstärkte Trend zu umfassenden Betreibermodellen. Auch eine Konvergenz von Maut- und Überwachungssystemen zeichnet sich ab. Die dadurch steigende Projektkomplexität führt immer wieder zu langwierigen Ausschreibungsverfahren, die - anders als in der Vergangenheit - zunehmend auch nationalen Charakter haben.
Weltweit gibt es intensive Bestrebungen, die Zahl der Verkehrstoten deutlich zu reduzieren. Prognosen sagen für das Jahr 2020 voraus, dass Unfälle im Straßenverkehr dann dritthäufigste Todesursache sein werden. Die EU hat ein Programm ins Leben gerufen, die Zahl der Verkehrsunfallopfer bis 2010 um 50 Prozent zu reduzieren. Dies soll über Geschwindigkeitskontrollen erfolgen, die sich zunehmend von punktuellen zu abschnittsbezogenen Kontrollen über längere Distanzen verändern. Dies erfordert einen höheren technischen Aufwand, da jedes Fahrzeug individuell identifiziert und verfolgt werden muss.
Der weltweite Luftverkehr ist auch im vergangenen Jahr stabil mit 5 Prozent gewachsen. Von dieser Entwicklung konnten die beiden großen Flugzeughersteller Boeing mit 1.413 und Airbus mit 1.341 Bestellungen profitieren. Im September 2007 wurde der erste A380 ausgeliefert, für den Jenoptik den Trolley-Lift und weitere Komponenten liefert.
In der Raumfahrt hat sich der Trend zunehmender Aktivität 2007 weiter fortgesetzt: Mit 68 lag die Zahl der Missionen so hoch wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Dabei hat sich China mit 10 Missionen klar als dritte Weltraumnation hinter Russland und den USA und noch vor Europa (fünf Missionen) herausgebildet. Allerdings setzt die ESA ihr bereits 2005 beschlossenes Programm zur Förderung der Wissenschaft in der Raumfahrt weiter konsequent um. Mit dem Start des ISS-Forschungsmoduls "Columbus" am 7. Februar 2008 wurde der Grundstein für eine kontinuierliche "europäische" Präsenz im Weltraum gelegt. Dieser Meilenstein wird sich in einer weiter erhöhten Anzahl von Missionen, z.B. zur Versorgung, niederschlagen.
Medizintechnik bleibt aufgrund der alternden Bevölkerungsstrukturen in vielen Ländern weltweit ein expansiver Wachstumsmarkt. Branchenbeobachter rechnen mit zweistelligen Wachstumsraten und schätzen das Weltmarktvolumen auf 250 bis 300 Mrd US-Dollar. Deutsche Unternehmen der Branche, die laut SPECTARIS einen Weltmarktanteil von gut 10 Prozent haben, zeichnet neben der hohen Exportquote von 64 Prozent die außerordentliche Innovationskraft aus.
Ein regelrechter Boom fand 2007 bei den erneuerbaren Energien und dabei besonders in der Solarindustrie statt. Der Weltmarkt wuchs um 50 Prozent auf 15,2 Mrd Euro und Deutschland gehört mit einem Weltmarktanteil von etwa 50 Prozent zu den wichtigsten Märkten. Deutsche Hersteller haben nach Angaben des Branchenverbandes Solarwirtschaft (BSW) bei einem Umsatz von 5,5 Mrd Euro, und damit einem Plus von 23 Prozent gegenüber 2006, einen Weltmarktanteil von 36 Prozent. Die Exportquote liegt bei 38 Prozent. Aktuell werden noch 93 Prozent der Solarzellen aus Siliziumwafern hergestellt, wobei sich eine Beschleunigung des Technologiewechsels hin zu leistungsfähigeren, effizienteren Dünnschichtzellen abzeichnet. Investitionsausgaben in Höhe von 1,5 Mrd Euro sichern auch längerfristig den Ausrüstern der Solarfabriken eine solide Geschäftsbasis. 
Die deutsche Industrie für Sicherheits- und Wehrtechnik unterliegt - trotz des grundsätzlich intakten langfristigen Wachstumstrends von 37 Prozent über die letzten 10 Jahre - einem fundamentalen Strukturwandel: Veränderte Bedrohungsszenarien nach dem Ende des kalten Krieges verändern die Bedarfe der Staatskunden, die nur verstärkt über weit reichende Kooperationen der Hersteller sowie branchenfremder Finanzgeber realisiert werden können. Nach Schätzung des renommierten Sipri-Instituts in Stockholm belief sich das Marktvolumen 2006 auf 1,2 Billionen US-Dollar, Deutschland rangiert an dritter Stelle der Waffenexporteure.
Unterstützt wird dies durch das Vorhaben der EU, die Exporte von Rüstungsartikeln innerhalb der EU zu vereinfachen. Einen entsprechenden Vorschlag stellte die Europäische Kommission Ende 2007 vor.
Auf dem deutschen Markt genehmigte das Parlament vor dem Hintergrund der verstärkt international ausgerichteten Einsätze einProjekt im Wert von fast 3 Milliarden Euro über 400 Schützenpanzer vom Typ Puma, an dem auch die Jenoptik-Tochter ESW GmbH als Subsystemlieferant beteiligt ist.
Wir haben das Unternehmen in eine Organisations- und Führungsstruktur überführt, die dem Charakter unseres operativen Geschäftes, unserer Märkte und unserer Unternehmensgröße besser entspricht als die alte Organisation mit insgesamt 33 weitgehend autark agierenden konsolidierten Einzelgesellschaften. Die fünf Sparten mit je einem Spartenleiter sind über das Executive Management Board auf Konzernebene eng verzahnt. Für den Jenoptik-Konzern bedeutet die Abkehr von den kleinteiligen GmbH-Strukturen einen grundlegenden strategischen Wandel in der Zusammenarbeit der operativen Bereiche, der Führungsphilosophie und der Unternehmenskultur. Bei der Vorbereitung und der Umsetzung unseres Vorhabens haben wir uns in einem engen zeitlichen Rahmen bewegt, um ein insgesamt gutes konjunkturelles Umfeld zu nutzen.
Wir sind der Meinung, dass die neue Struktur eine zwingende Voraussetzung ist, um unsere langfristigen Ziele zu erreichen. An diesen Zielen halten wir fest. Neben Umsatz und Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit haben wir den Cashflow als strategisch wichtige Finanzkennzahl in das Steuerungs- und Incentivesystem des Jenoptik-Managements aufgenommen. Weitere operative und qualitative Key Performance Indicators (KPIs) sollen folgen.