Auftragslage
Beim Auftragseingang erreichte der Jenoptik-Konzern trotz eines schwachen Sensorik-Geschäftes ein Plus von 8,9 Prozent. Die Auftragseingänge stiegen auf 525,8 Mio Euro (i.Vj. 482,9 Mio Euro), wobei mit fast 10,7 Prozent die Laser- & Optik-Aktivitäten das stärkste organische Wachstum zeigten. Zum Jahresende hin erholte sich auch der Auftragseingang der unterjährig schwächeren Sensorik-Sparte. Es konnte ein Auftragseingang in zweistelliger Millionenhöhe für Satellitensensoren verbucht werden. Die Book-to-Bill-Rate, das Verhältnis des Auftragseingangs zum Umsatz des Konzerns, lag bei 1,00 (i.Vj. 1,00). Nähere Erläuterungen zu großen und strategisch wichtigen Aufträgen finden Sie in der Segmentberichterstattung des Lageberichtes.

Der Auftragsbestand per 31. Dezember 2007 belief sich auf 439,4 Mio Euro und erreichte damit das Vorjahresniveau (per 31.12.2006: 438,4 Mio Euro). Während die auftragsstarke Laser- & Optik-Sparte kürzere Zyklen aufweist, macht der Auftragsbestand aus dem langfristigen und großvolumigen Mechatronik-Geschäft auch 2007 fast 70 Prozent des gesamten Auftragsbestandes aus. Bereits heute reichen dessen Umsatzbeiträge jedoch bis ins Jahr 2016. Zu Umsatz des laufenden Geschäftsjahres 2008 werden rund 55 Prozent des per 31. Dezember 2007 ausgewiesenen Auftragsbestandes führen.

Entwicklung wesentlicher Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung
Die
Umsatzkosten stiegen auf 361,8 Mio Euro um 8,4 Prozent (i.Vj. 333,9 Mio Euro) und damit leicht überproportional zur Umsatzausweitung. Der Anstieg ist neben der Umsatzausweitung auf erstkonsolidierte Gesellschaften zurückzuführen, die noch nicht die von Jenoptik sonst erzielten Margen erreichen. Weiterhin wirkte sich der im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringere Umsatzanteil der Verkehrssicherheitstechnik aus. Das Bruttoergebnis vom Umsatz entsprach mit 159,9 Mio Euro einer Bruttomarge von 30,6 Prozent (i.Vj. 31,2 Prozent).

Erhöht haben sich die
Forschungs- und Entwicklungskosten, die mit 39,0 Mio Euro das Vorjahresniveau um 15,4 Prozent überstiegen (i.Vj. 33,8 Mio Euro). Der Zuwachs resultierte hierbei jedoch weniger aus einer Ausweitung der Entwicklungsthemen. Nähere Angaben zur Forschung und Entwicklung finden Sie
hier.
Die
Vertriebskosten blieben mit 49,3 Mio Euro trotz der 7,5-prozentigen Umsatzsteigerung nahezu konstant (i.Vj. 48,0 Mio Euro). Neben der eigenen
Präsenz unterhält Jenoptik weltweit ein umfangreiches Händlernetz. Rund 10 Prozent der Vertriebskosten waren Marketingkosten. Mit der Laser 2007 und der Paris Air Show fielen zwei der für den Konzern wichtigsten Messen, die turnusgemäß alle zwei Jahre stattfinden, in das Jahr 2007.
Die
Verwaltungskosten stiegen um 15,0 Prozent auf 42,9 Mio. Euro (i.Vj. 37,3 Mio. Euro). Dieser überproportionale Anstieg ist auch auf die neu konsolidierten beziehungsweise in 2007 erstmals vollständig enthaltenen Gesellschaften zurückzuführen, die fast ausschließlich höhere Verwaltungskosten gemessen am Umsatz auswiesen als die sonstigen operativen Konzerngesellschaften. Enthalten sind hierin auch einmalige Effekte, zum Beispiel die Umzugskosten des Bereiches Laserbearbeitungsanlagen in das nach dem Brand 2006 sanierte neue Gebäude.
In den
sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 45,2 Mio Euro (i.Vj. 30,2 Mio Euro) sind unter anderem der Ertrag aus dem Verkauf der PVA TePla-Anteile sowie weitere Erträge aus der Portfoliobereinigung enthalten. In üblichem Umfang resultierten sonstige betriebliche Erträge zudem aus Weiterberechnungen von Dienstleistungen und Aufwendungen oder aus Fördermitteln.
Die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 38,5 Mio Euro (i.Vj. 24,2 Mio Euro) waren sehr stark von der bereits beschriebenen Analyse und Bewertung des Konzernportfolios geprägt. Zu den wesentlichen Positionen gehörten Abwertungen (so genannte Impairments) auf Tochtergesellschaften oder Beteiligungen, die 2007 veräußert wurden beziehungsweise die 2008 veräußert oder geschlossen werden. Weiterhin haben wir aktivierte immaterielle Vermögenswerte abgeschrieben, vor allem aktivierte Entwicklungsleistungen, deren Markterfolg wir für die Zukunft kritisch einschätzen oder die wir in Zukunft nicht weiterführen werden. In kleinem Umfang sind auch die Beratungskosten für den Konzernumbau sowie in 2007 angefallene Restrukturierungsaufwendungen in dieser Position enthalten.