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Geschäftsbericht 2007

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Ertragslage.

Ergebnisentwicklung

Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 13,2 Prozent auf 79,1 Mio Euro (i.Vj. 69,9 Mio Euro), was im Wesentlichen auf Erträge aus dem Verkauf von Finanzanlagen zurückzuführen ist, während ein Teil der dem entgegenstehenden Sonderaufwendungen als Abschreibungen das EBITDA nicht minderte. Das operative EBITDA (bereinigt um Sondereffekte) betrug 68,7 Mio Euro.

Der Jenoptik-Konzern hat das Geschäftsjahr 2007 mit einem Konzern-Betriebsergebnis in Höhe von 35,3 Mio Euro abgeschlossen (i.Vj. 38,2 Mio Euro). Darin enthalten sind mehrere Sondereffekte aus der Bereinigung des Konzernportfolios, die sich in Summe jedoch nahezu ausgeglichen haben. Ein positiver Ergebniseffekt resultierte aus dem Verkauf der PVA TePla-Anteile im Herbst 2007. Negative Effekte folgten aus der Beendigung und der Veräußerung verschiedener Geschäftsaktivitäten sowie aus Wertberichtigungen. In der 2. Jahreshälfte hatte das neue Vorstandsteam das Geschäftsportfolio der Jenoptik aufgrund der aktuell vorliegenden Informationen analysiert und bewertet. Im Ergebnis dieser Analyse wurden für einige Initiativen die künftigen Ertragsaussichten nach unten revidiert und mit entsprechenden Wertberichtigungen auf F+E-Themen, Vorräte und Forderungen im Konzernabschluss berücksichtigt. Vor allem die Aufgabe einzelner Geschäftsaktivitäten führte zu hohen Wertberichtigungen.

Der Aufwand aus der Bereinigung, aus Verkäufen bzw. der Beendigung von Geschäftsaktivitäten, der vor allem in der Laser & Optik-Sparte anfiel, belief sich insgesamt auf 24,1 Mio Euro, davon 21,3 Mio Euro in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Wertberichtigungen auf F+E-Themen in Höhe von 2,9 Mio Euro, die in den F+E-Aufwendungen enthalten sind. Bei den 21,3 Mio Euro sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultierten die größten Positionen mit 6,0 Mio Euro aus der Abwertung immaterieller Vermögenswerte, mit 5,3 Mio Euro aus der Abwertung von kurzfristigem Vermögen sowie mit 4,9 Mio Euro aus der Zuführung von Rückstellungen. (Detaillierte Angaben zu sonstigen betrieblichen Aufwendungen -> Anhang, Punkt 7 sowie zu den F+E-Aufwendungen -> Anhang, Punkt 3.)

Die positiven Sondereffekte aus der Fokussierung des Konzernportfolios bewegten sich mit 24,1 Mio Euro auf einem ähnlichen Niveau wie die negativen Sondereffekte. Die Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen lagen bei 22,1 Mio Euro. Die restlichen 2 Mio Euro resultierten aus dem Verkauf von Rechten. (siehe auch Anhang, Punkt 6).

Hinsichtlich einer Vergleichbarkeit wurden die folgenden EBIT-Angaben der Sparten für das Jahr 2007 ohne Sondereffekte dargestellt. Die sehr gute Umsatzentwicklung und Effizienzsteigerungen in der Laser & Optik-Sparte führten zu einem deutlich überproportionalen mehr als 50-prozentigen Ergebnisanstieg auf über 23 Mio Euro. Der absolute Ergebniszuwachs von 8,0 Mio Euro konnte die Ergebniseinbußen der Sensorik-Sparte in Höhe von rund 9 Mio Euro fast ausgleichen. In der Sensorik-Sparte wirkte sich vor allem der Ergebnisrückgang der Verkehrssicherheitstechnik aus, da 2007 kaum internationale Großaufträge ausgeschrieben waren. Zudem investiert dieser Bereich massiv in die Markterschließung in den USA. Der Ergebnisbeitrag der Mechatronik-Sparte blieb - nach einem Ergebnissprung von fast 30 Prozent im Geschäftsjahr 2006 - mit knapp 11 Mio Euro erwartungsgemäß auf dem Vorjahresniveau. Nähere Erläuterungen zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung der drei operativen Sparten finden Sie in der Segmentberichterstattung.



Das EBIT der Sonstigen betrug minus 7,6 Mio Euro (i.Vj. minus 6,0 Mio Euro). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf im Vorjahr mit rund 2 Mio Euro positive Immobilieneffekte zurückzuführen. Nach 4,9 Mio Euro 2006 reduzierte sich der positive Ergebnisbeitrag der Immobilien auf 3,1 Mio Euro in 2007. Die Verwaltungskosten der Holding lagen mit 10,5 Mio Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau (i.Vj. 9,7 Mio Euro).

Das Beteiligungsergebnis betrug minus 7,1 Mio Euro (i.Vj. minus 5,0 Mio Euro). Es war geprägt von der XTREME technologies GmbH. Weiterhin wird die JT Optical Engine, das im Sommer 2007 von Jenoptik und Trumpf gegründete Unternehmen für die Entwicklung der Optical Engine für Faserlaser, seit 1. Juli 2007 at-Equity im Beteiligungsergebnis ausgewiesen. Mit der Abgabe der Mehrheit fließt seit 1. Juli 2007 ebenso die Zenteris GmbH ins Beteiligungsergebnis ein. Die Jenoptik hält an der Gesellschaft noch 24,9 Prozent. Nicht mehr im Beteiligungsergebnis enthalten hingegen war die JENOPTIK Diode Lab GmbH, die seit 1. Januar 2007 voll konsolidiert ist.

Im Zinsergebnis wirkte letztmalig die Hochzinsanleihe, die im November 2007 im Wesentlichen mit den Barmitteln aus dem Verkauf von M+W Zander komplett und vorzeitig zurückgezahlt wurde. Im Zinsergebnis von minus 27,5 Mio Euro (i.Vj. minus 14,2 Mio Euro) sind aus diesem Grund auch Aufwendungen im Zusammenhang mit der vorzeitigen Rückzahlung in Höhe von 9,6 Mio Euro enthalten. Zinserträge aus den Barmitteln mit Verfügungsbeschränkungen und Zinsaufwendungen aus den Zinsen für die Hochzinsanleihe wiesen eine Zinsdifferenz von rund minus 5,8 Mio Euro aus. Diese Zinsdifferenz wird künftig durch den vorzeitigen Rückkauf der Anleihe vermieden, sodass sich das Zinsergebnis in den kommenden Jahren deutlich verbessern wird. Dieser positive Effekt auf das Zinsergebnis wird die einmalige Vorfälligkeitsentschädigung aus dem Jahr 2007 deutlich überkompensieren.

Den Zinsaufwendungen von insgesamt 35,7 Mio Euro (i.Vj. 28,1 Mio Euro) standen Zinserträge über 8,1 Mio Euro entgegen (i.Vj. 13,9 Mio Euro). Die Zinserträge bestanden im Wesentlichen aus den Zinsen für die Barmittel mit Verfügungsbeschränkung. Der hohe Vorjahreswert resultierte aus Zinserträgen, die im Zusammenhang mit dem Verkauf von M+W Zander standen.

Das Ergebnis vor Steuern fiel aufgrund des mit 34,6 Mio Euro negativen Finanzergebnisses (i.Vj. minus 19,1 Mio Euro) nur leicht positiv aus und lag bei 0,7 Mio Euro (i.Vj. 19,1 Mio Euro).

Steuern vom Einkommen und Ertrag fielen mit 1,0 Mio Euro vor allem für ausländische Tochtergesellschaften an. Im Inland wirkte der Verlustvortrag des Jenoptik-Konzerns, der 2007 jedoch infolge der deutschen Steuerreform angepasst werden musste und zu einem einmaligen latenten Steueraufwand führte. Aufgrund der niedrigeren inländischen Steuerquote werden sich künftig nicht nur die zu zahlenden Steuern verringern, sondern auch die durch den Verlustvortrag der Jenoptik eingesparten Steuern. Dies führt zu niedrigeren bilanziellen Wertansätzen für die Summe von Verlustvortrag und Differenzen zwischen IFRS- und Steuerbilanzwerten. Der nicht liquiditätswirksame latente Steueraufwand betrug 2007 deshalb insgesamt 4,4 Mio Euro.

Das Ergebnis nach Steuern belief sich dementsprechend auf minus 4,6 Mio Euro nach 16,1 Mio Euro im Jahr 2006.

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