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Geschäftsbericht 2007

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Finanzlage des Konzerns.

Investitionsanalyse

Die Gesamtinvestitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen stiegen 2007 leicht um 2,0 Prozent. Der Konzern investierte 40,6 Mio Euro (i.Vj. 39,8 Mio Euro), wobei mit 31,5 Mio Euro (i.Vj. 27,3 Mio Euro) der Großteil auf Sachanlageinvestitionen entfiel. Den Investitionen standen regelmäßige Abschreibungen in Höhe von 32,7 Mio Euro (i.Vj. 30,2 Mio Euro) gegenüber. Im Wesentlichen bedingt durch die Neuausrichtung des Konzerns und die Beendigung einzelner Themen betrugen die Impairments (Wertberichtigungen) 11,0 Mio Euro (i.Vj. 1,5 Mio Euro).

Investitionen nach Sparten* (in Mio EUR)

 2007

2006

Veränderung in %

Konzern

40,6

39,8

2,0

davon Laser & Optik

21,1

22,5

-6,2

           Sensorik

11,0

7,7

42,9

           Mechatronik

4,0

2,6

53,8

           Sonstige

4,5

7,0

-35,7

* Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 9,1 Mio Euro (i.Vj. 12,5 Mio Euro). 5,2 Mio Euro davon resultierten aus aktivierten Entwicklungsleistungen (i.Vj. 7,6 Mio Euro). Leicht über dem Vorjahr bewegten sich die regelmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die 7,4 Mio Euro betrugen (i.Vj. 7,0 Mio Euro). Die Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte betrugen 8,9 Mio Euro (i.Vj. 0,2 Mio Euro). Diese stehen vor allem im Zusammenhang mit der Bereinigung des Konzernportfolios, bei dem besonderes Augenmerk auch auf F+E-Themen gerichtet wurde.

Die Investitionen in Sachanlagen überstiegen mit 31,5 Mio Euro die Vorjahresinvestitionen um 15,4 Prozent (i.Vj. 27,3 Mio Euro). Wesentliche Positionen der Sachanlageinvestitionen waren die Geräte im Rahmen des Service Providing-Auftrages im Bereich der Verkehrssicherheit in Nordamerika, die Komplettierung der neuen Produktion für Grundmaterial von Hochleistungsdiodenlasern in Berlin, aber auch der neue Kindergarten am Standort Jena. (Ausführliche Aufgliederung im Anhang unter Punkt 14.)

Investitionen, Desinvestitionen und Abschreibungen* (in Mio EUR)

 2007

2006

Veränderung in %

Investitionen

40,6

39,8

2,0

   Immaterielle Vermögenswerte

9,1

12,5

-27,2

   Sachanlagen

31,5

27,3

15,4

Desinvestitionen

2,7

26,1

-89,7

   Immaterielle Vermögenswerte

0

0,7

-100

   Sachanlagen 

 2,7

 25,4

-89,4

Nettoinvestitionen (Investitionen abzgl. Desinvestitionen)

 37,9

 13,7

176,6

Abschreibungen/Impairments 

 43,8

 31,7

38,2 

   Immaterielle Vermögenswerte 

 16,3

 7,2

 126,4

   Sachanlagen

 27,5

24,5 

 12,2

* Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Investitionen in Immobilien blieben mit 5,4 Mio Euro auf einem dem Vorjahr ähnlichen Niveau (i.Vj. 4,8 Mio Euro). Schwerpunkt waren abschließende technische Einbauten im neuen Produktionsgebäude für Hochleistungslaserbarren. Die restlichen Immobilieninvestitionen resultieren neben dem genannten Kindergarten zum überwiegenden Teil aus Rationalisierungs-, Modernisierungs- und Ersatzinvestitionen.

Die regelmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und Investment Properties stiegen um 2,1 Mio Euro oder 9,1 Prozent auf 25,3 Mio Euro (i.Vj. 23,2 Mio Euro). Die Wertberichtigungen (Impairments) betrugen 2,1 Mio Euro (i.Vj. 1,3 Mio Euro).

Das Finanzanlagevermögen (inklusive der Anteile an assoziierten Unternehmen) reduzierten Desinvestitionen, die ähnlich hoch wie 2006 waren. Sie betrugen 29,1 Mio Euro (i.Vj. 33,3 Mio Euro) und waren geprägt von der weiteren Konzentration auf das Kerngeschäft und dem Abverkauf nicht strategischer Beteiligungen. Nach der Reduktion der Anteile an der DEWB AG, die die Finanzanlage-Desinvestitionen im Vorjahr bestimmten, resultierte der Rückgang 2007 im Wesentlichen aus dem Verkauf sämtlicher Anteile an der PVA TePla AG, dem Verkauf der Anteile an der KSI GmbH und der Tilgung von Ausleihungen. Den Desinvestitionen standen Investitionen in das Finanzanlagevermögen in Höhe von 8,6 Mio Euro gegenüber (i.Vj. 14,5 Mio Euro). Diese stammen unter anderem aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Beteiligungen.

Liquiditätsanalyse

Der Cashflow ist seit Anfang 2007 feste Steuerungsgröße im finanziellen Bewertungssystem des operativen Geschäftes. Ein aktives Management des betriebsnotwendigen Vermögens zeigte 2007 deutliche Erfolge.

Da die im Vorjahr veröffentlichte Cashflowrechnung auch den aufgegebenen Geschäftsbereich enthält, wurden zur besseren Vergleichbarkeit die Angaben zur Cashflowrechnung für den fortgeführten Geschäftsbereich erweitert.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag mit 73,8 Mio Euro um 156 Prozent über dem Vorjahresniveau und damit mehr als zweieinhalb Mal so hoch (i.Vj. 28,8 Mio Euro). Dazu führten vor allem Verbesserungen im Working Capital. Ein aktives Working-Capital-Management ist seit Anfang 2007 fest in der Unternehmenssteuerung verankert. Erste Auswirkungen zeigen sich auch im Zusammenhang mit einem neuen Incentivierungssystem des Managements, das den Cashflow als Bemessungsgrundlage enthält. Deutlich zeigt sich dies im liquiditätswirksamen Anstieg des Working Capital 2006, der mit 32,3 Mio Euro den Cashflow erheblich minderte. Dementgegen verzeichnete der Konzern im Geschäftsjahr 2007 einen einzahlungswirksamen Abbau des Working Capital in Höhe von 14,8 Mio Euro. Darin enthalten ist die Abrechnung eines langfristigen Projektes mit dem entsprechenden Geldeingang. Diese Verbesserung im Working Capital konnte das etwas niedrigere operative Ergebnis vor Working-Capital-Veränderung deutlich überkompensieren. Dieses lag bei 59,2 Mio Euro (i.Vj. 68,0 Mio Euro) und war neben dem niedrigeren Ergebnis geprägt durch die Bereinigung der höheren Wertminderungen 2007 von 11,4 Mio Euro (i.Vj. 1,5 Mio Euro) und Zinsen 2007 im Zuge der Tilgung der Hochzinsanleihe von 27,5 Mio Euro (i.Vj. 14,2 Mio Euro). Aber auch die Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen wurden in Höhe von 21,1 Mio Euro (i.Vj. 0,7 Mio Euro) bei der Berechnung des Cashflows abgezogen.

Mit dem erzielten Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit konnten Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, in Sachanlagen und auch in die Finanzanlagen ohne die Aufnahme zusätzlicher Kredite getätigt werden.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug minus 5,2 Mio Euro (i.Vj. 160,0 Mio Euro). Er beinhaltet im Wesentlichen die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 10,0 Mio Euro (i.Vj. 13,1 Mio Euro) und für Sachanlagen in Höhe von 25,9 Mio Euro (i.Vj. 26,8 Mio Euro). In den Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen sind die gezahlten Kaufpreise für die EPIGAP Optoelektronik GmbH sowie die Detroit Precision Hommel sichtbar. In den Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen ist im Wesentlichen der Verkauf der PVA TePla-Anteile enthalten. Im Vorjahr war der Cashflow aus Investitionstätigkeit von den Einzahlungen aus der Auflösung zweier Wertpapierfonds, den Teilverkäufen von DEWB-Aktien sowie vor allem von den Zahlungen aus dem Verkauf von M+W Zander geprägt.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug minus 208,1 Mio Euro (i.Vj. minus 43,9 Mio Euro). Dieser ist geprägt durch die Rückzahlung der Hochzinsanleihe, die Rückzahlung der Commercial Paper sowie durch die gezahlten Zinsen.

Cashflow (in Mio EUR)

 2007

2006 (fortgeführte GB*)

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

73,8

28,8

Cashflow aus Investitionstätigkeit

-5,2

160,0

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

-208,1

-43,9

* Da die im Vorjahr veröffentlichte Cashflowrechnung auch den aufgegebenen Geschäftsbereich enthält, wurden zur besseren Vergleichbarkeit die Angaben zur Cashflowrechnung für den fortgeführten Geschäftsbereich erweitert.

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