Zusatzmenue:


Geschäftsbericht 2007

Hauptmenue:

Tools:

Untermenue:

Seiteninhalt:

Seite: 

Vermögenslage des Konzerns.

Erläuterung von Unternehmenskäufen und -verkäufen

Der Jenoptik-Konzern hat im Geschäftsjahr 2007 zwei wesentliche Akquisitionen getätigt: Die Jenoptik übernahm 75 Prozent der ausstehenden Anteile an dem US-amerikanischen Unternehmen Detroit Precision Hommel, Inc. mit Sitz in Rochester Hills nahe Detroit. Mit Wirkung zum 2. April 2007 hält Jenoptik 100 Prozent an der Gesellschaft. Bereits im Jahr 2002 hatte die Hommelwerke GmbH ihre US-Aktivitäten in die damalige Detroit Precision Tool Co. eingebracht und hielt seither 25 Prozent an der Gesellschaft. Die restlichen Anteile, die nun übernommen wurden, befanden sich in Privatbesitz. Das strategische Ziel und die Auswirkungen auf die Kennzahlen 2007 der Sparte Sensorik sind in der Segmentberichterstattung ausführlich beschrieben. In der Bilanz resultieren aus dem Erwerb rund 5,9 Mio Euro Vermögenswerte (inklusive Goodwill) sowie rund 2,9 Mio Euro lang- und kurzfristige Schulden.

Mit weitaus geringerem Ausmaß wirkte sich der Erwerb der EPIGAP Optoelektronik GmbH auf die Bilanzposition aus. Aus dieser Akquisition zum 31. Dezember 2007, die in der Segmentberichterstattung der Sparte Laser & Optik ausführlich beschrieben ist, resultierten rund 9,3 Mio Euro Vermögenswerte (inklusive Goodwill) und rund 1,0 Mio Euro Schulden.

Ohne Auswirkungen auf die Konzernbilanz blieb der Erwerb der ausstehenden 49 Prozent der Anteile an der SINAR AG, Feuerthalen (Schweiz), die bereits zuvor voll konsolidiert und damit in den Bilanzpositionen enthalten war. Desinvestitionen mit wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernbilanz gab es im Verlauf 2007 bis auf die bei den entsprechenden Positionen bereits erläuterten Auswirkungen aus dem Verkauf der PVA TePla-Anteile und im geringeren Umfang aus dem Verkauf der KSI-Anteile nicht.

Nicht bilanzierte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Zu den wesentlichen nicht bilanzierten Vermögenswerten zählt der Wert der Marke Jenoptik. Die semion brand broker gmbh berechnete für den Markenwert 91 Mio Euro (i.Vj. 93 Mio Euro). Die Marke Jenoptik zählt zu den 50 wichtigsten deutschen Marken und nimmt im Ranking der semion brand broker gmbh den Platz 40 ein (i.Vj. Platz 42). Der Markenwertrückgang gegenüber dem Vorjahr wird mit der noch laufenden strategischen Neuausrichtung begründet. Langfristig sehen die Experten die Konzentration auf das Technologiegeschäft mit positiven Auswirkungen auf den Markenwert.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wurden im Lagebericht sowie im Anhang unter Punkt 34 ausführlich dargelegt.

Nicht bilanzierte immaterielle Werte

Eine Beschreibung immaterieller Werte kann nicht frei von subjektiven Wahrnehmungen erfolgen. Sie entstehen aus unserer Sicht aus Wissen, Beziehungen und Vertrauen. Soweit möglich, werden im Folgenden Kennzahlen zur Beurteilung unserer immateriellen Werte herangezogen. Eine Wertermittlung insgesamt sowie der Werte im Einzelnen erfolgte nicht.

Unser Erfolg beruht auf dem Erfolg unserer Kunden. Technologieintensive Produkte und Systeme, die oftmals erst in Zusammenarbeit mit dem Kunden entstehen können, setzen gegenseitiges Vertrauen voraus. Unser Wissen um Kundenbedürfnisse sowie die langjährige Zusammenarbeit mit vielen unserer Schlüsselkunden sind für uns der wesentliche immaterielle Wert. So haben wir zum Beispiel Aufträge mit einem Volumen von knapp 200 Mio Euro, die über 2008 hinausgehen.

Das Know-how und die langjährige Erfahrung unserer Mitarbeiter sowie ihre Leistungsbereitschaft und Bindung an das Unternehmen zählen wir gleichfalls zu den immateriellen Werten. Dies zeigt sich zum Beispiel in einer geringen Fluktuationsrate von 2 Prozent.

Unser technologieintensives Geschäft basiert wesentlich auf dem Erfolg unserer Produkt- und Technologieentwicklung. Unser langjähriges Wissen um Forschung und Entwicklung sowie um Prozesse und Projekte sehen wir als einen wesentlichen immateriellen Wert, der nicht quantifizierbar ist. Dazu zählen auch unsere zahlreichen formellen und informellen Kontakte zu Universitäten und Forschungseinrichtungen. Dabei hilft uns unser Hauptstandort Jena, der bei Wissenschaftlern, aber auch Kunden einen exzellenten Ruf genießt. Wir blicken in Jena auf eine langjährige Tradition in der feinmechanisch-optischen Industrie zurück, die hier als eine Art "kulturelles Gedächtnis" von Generation zu Generation weitergegeben wird. Wir sind uns dessen bewusst und fördern den Standort in wissenschaftlicher, kultureller und sozialer Hinsicht. Unsere Sponsoringaktivitäten am Standort Jena beliefen sich 2007 auf erneut rund 0,2 Mio Euro (i.Vj. 0,2 Mio Euro), die wir als Investitionen in unseren Standort und in unsere Mitarbeiter sehen. Darin nicht enthalten sind die rund 2 Mio Euro Baukosten für den Kindergarten in Jena-Göschwitz, der zu 70 Prozent von Eltern der Jenoptik genutzt wird.

Zusammenfassung l Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Bei einem 7,5-prozentigen Umsatzzuwachs ist es uns 2007 nicht gelungen, das operative Konzern-Betriebsergebnis adäquat zu steigern. Ursache dafür war im Wesentlichen ein schlechtes internationales Marktumfeld in der Verkehrssicherheitstechnik. Ein anhaltend und profitabel wachsendes Laser- & Optik-Geschäft konnte die Ergebniseinbußen jedoch nahezu ausgleichen. Das Geschäft in der Mechatronik-Sparte entwickelte sich stabil.

Deutliche Konsequenzen hatte eine umfassende Analyse aller wichtigen Geschäfte sowie der Entwicklungsthemen des Gesamtkonzerns, infolge dessen wir Wertberichtigungen in zweistelliger Millionenhöhe vornehmen mussten. Von einigen der Themen haben wir uns bereits in 2007 getrennt, der Verkauf bzw. die Beendigung weiterer Themen werden für das 1. Quartal des Jahres 2008 erwartet. Im Konzernabschluss des Jahres 2007 sind die geschätzten Auswirkungen eingearbeitet worden. Kompensiert wurden die notwendigen Wertberichtigungen im Wesentlichen durch den positiven Ergebnisbeitrag aus dem Verkauf nicht-betriebsnotwendigen Vermögens.

Die Finanzziele haben wir 2007 erfolgreich umgesetzt. Besonders wichtig ist die deutliche Steigerung des Cashflows, die es im Gegensatz zu den Vorjahren ermöglichte, alle laufenden Zinsaufwendungen und Investitionen ohne Kreditaufnahme zu finanzieren. Dadurch haben wir trotz zweier Akquisitionen eine deutlich geringere Nettoverschuldung ausweisen können. Mit der erfolgten Ablösung der Hochzinsanleihe mussten wir eine einmalige Vorfälligkeitsentschädigung verarbeiten, die wir aber über Einsparungen im Zinsergebnis in den Folgejahren mehr als wettmachen werden. In diesem Zusammenhang reduzierte sich unsere Bilanzsumme auf ein unserem Geschäftsumfang angemesseneres Niveau bei gleichzeitig auf 40,3 Prozent gestiegener Eigenkapitalquote.

Seite: