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Geschäftsbericht 2007

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Vermögenslage des Konzerns.

Aufgrund der 2006 erfolgten Umgliederung der Bilanzpositionen des inzwischen veräußerten Unternehmens M+W Zander in die Positionen "zur Veräußerung vorgesehen", sind die Bilanzpositionen 2006 und 2007 miteinander vergleichbar.

Die Effekte aus der Rückzahlung der Hochzinsanleihe spiegeln sich sowohl im Finanzergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung als auch in der Finanz- und Bilanzanalyse per 31.12.2007 deutlich wider. Der Rückkauf der Hochzinsanleihe war eine der wesentlichen Ursachen für viele wesentliche Veränderungen der einzelnen Kennzahlen und Positionen innerhalb der Vermögensstruktur.

Vermögensstrukturanalyse

Wie im Anhang zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt, werden bei Unternehmenswerten entsprechend IFRS 3 die Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden angesetzt. Immaterielle und materielle Vermögenswerte einschließlich Investment Properties (Immobilien, die überwiegend an Dritte vermietet sind) werden entsprechend IAS 38 bzw. IAS 40 zu ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten ausgewiesen. Finanzinstrumente gemäß IAS 32 und 39, besonders die zur Veräußerung gehaltenen Wertpapiere, werden zu ihren Zeitwerten angesetzt.

Die Bilanzsumme des Jenoptik-Konzerns reduzierte sich deutlich um 176,3 Mio Euro auf 697,4 Mio Euro (31.12.2006: 873,7 Mio Euro). Ursache für den Rückgang ist vor allem die Rückzahlung der Hochzinsanleihe über 150 Mio Euro, für die im Wesentlichen die Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung eingesetzt wurden. Zusätzlich wirkte sich auch der Verkauf der PVA TePla-Anteile, die Rückzahlung von Verbindlichkeiten gegenüber den Minderheitsaktionären von M+W Zander und die Reduzierung der Finanzschulden im Zuge der Cashflow-Verbesserung bilanzverkürzend aus.

Der Rückgang der langfristigen Vermögenswerte ist im Wesentlichen auf die Reduzierung des Finanzanlagevermögens zurückzuführen. Sie sanken auf 387,7 Mio Euro (31.12.2006: 416,9 Mio Euro).

Bei den zu den langfristigen Vermögenswerten gehörenden immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen gab es wenige Positionen, die sich wesentlich geändert haben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte stiegen im Zuge der beiden Akquisitionen um 6,2 Mio Euro auf 59,2 Mio Euro (31.12.2006: 53,0 Mio Euro). Bei den Sachanlagen sind mit 87,9 Mio Euro (31.12.2006: 89,0 Mio Euro) weiterhin die Bauten größte Position, gefolgt von den technischen Anlagen und Maschinen, die mit 48,1 Mio Euro um 6,6 Mio Euro gestiegen sind (31.12.2006: 41,5 Mio Euro). Dieser Anstieg ist vor allem auf die neue Produktion in Berlin für Diodenlaserbarren zurückzuführen.

 Zusammensetzung der langfristigen Vermögenswerte (in Mio EUR)

 2007

2006

Veränderung in %

Immaterielles Vermögen

88,3

22,8%

89,5

21,5%

-1,3

Sachanlagen inkl. als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

211,9

54,6%

204,7

49,1%

3,5

Finanzanlagen

24,8

6,4%

56,4

13,5%

-56,0

Sonstige langfristige Vermögenswerte

10,8

2,8%

11,2

2,7%

-3,6

Latente Steuern

51,9

13,4%

55,1

13,2%

-5,8

Gesamt

387,7

100,0%

416,9

100,0%

-7,0


Das Finanzanlagevermögen reduzierte sich um 31,6 Mio Euro auf 24,8 Mio Euro (31.12.2006: 56,4 Mio Euro). Hierzu trugen unter anderem der Anteilsverkauf der PVA TePla, der KSI, Abwertungen im Rahmen des Konzernumbaus und die Konsolidierung der JENOPTIK Diode Lab GmbH zum 1. Januar 2007 bei. (Ausführliche Erläuterung im Anhang unter Punkt 18)

Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich signifikant. Sie lagen per 31.12.2007 nur noch bei 309,6 Mio Euro (31.12.2006: 456,7 Mio Euro). Diese Verringerung resultierte aus dem Wegfall der Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung, die - gemäß den Anleihekonditionen - für die vorfristige Rückzahlung der Hochzinsanleihe verwendet wurden. Die Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente stiegen leicht auf 13,8 Mio Euro (31.12.2006: 10,6 Mio Euro).

Bei den kurzfristigen Vermögenswerten, die im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft stehen, erhöhten sich die Vorräte um 12,6 Mio Euro auf 174,1 Mio Euro (31.12.2006: 161,5 Mio Euro) im Gleichtakt mit der Geschäftsausweitung, aber auch durch die Erstkonsolidierung der JENOPTIK Diode Lab GmbH und aufgrund der Akquisitionen. Einen Rückgang hingegen verzeichneten - trotz der genannten Erstkonsolidierungen - die Forderungen aus der operativen Geschäftstätigkeit. Sie reduzierten sich um 8,4 Mio Euro auf 95,4 Mio Euro (31.12.2006: 103,8 Mio Euro), was im Wesentlichen auf ein aktiveres Forderungsmanagement sowie die Abrechnung und Bezahlung einer so genannten Percentage of Completion (PoC)-Forderung im Zusammenhang mit einem langfristigen Fertigungsauftrag zurückzuführen ist.

Das Working Capital, definiert aus Summe der Forderungen aus operativer Geschäftstätigkeit und Vorräte minus der Lieferverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus PoC und erhaltenen Anzahlungen, sank infolge des aktiven Working-Capital-Managements und der genannten PoC-Forderung um 8,6 Mio Euro auf 189,7 Mio Euro (31.12.2006: 198,3 Mio Euro). Dieser Rückgang wurde trotz der drei neu konsolidierten Gesellschaften und der Geschäftsausweitung 2007 erreicht. Die Working-Capital-Quote, das Verhältnis von Working Capital zum Umsatz, verringerte sich um 4,5 Prozentpunkte auf 36,4 Prozent (i.Vj. 40,9 Prozent).

Das Eigenkapital inklusive Minderheiten reduzierte sich um 18,5 Mio Euro auf 280,9 Mio Euro (31.12.2006: 299,4 Mio Euro). Die Erträge aus dem Verkauf der PVA-TePla-Anteile erhöhten das Eigenkapital nur teilweise, da die Kurssteigerungen bis zum 31.12.2006 bereits erfolgsneutral und Eigenkapital erhöhend im Vorjahresabschluss enthalten waren. Entsprechend reduzierten sich die Aufwendungen aus anderen Anteilsverkäufen und Abwertungen aus dem Konzernumbau das Konzerneigenkapital. Mindernd wirkten auch das infolge des latenten Steueraufwandes leicht negative Jahresergebnis nach Steuern sowie Währungseffekte infolge des schwachen Dollarkurses.

Die Eigenkapitalquote, das Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme, stieg hingegen auf 40,3 Prozent (31.12.2006: 34,3 Prozent). Der Effekt der Bilanzverkürzung, die im Wesentlichen auf die Rückzahlung der Hochzinsanleihe sowie auf den Verkauf nicht betriebsnotwendigen Vermögens zurückzuführen ist, hat den Rückgang des Eigenkapitals überkompensiert.


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